50plus-Generationenberatung – Die digitale Nachlassregelung

24.02.2016

50plus-Generationenberatung – Die digitale Nachlassregelung
Guthaben auf digitalen Konten nicht vergessen

Ein Testament sollte die Zugangsdaten und Verfügungen zu den digitalen Präsenzen und Konten enthalten. Erben haften für mögliche Schulden. Sie haben aber auch Rechte an den Guthaben und Erlösen, z.B. bei Online-Banken, soweit sie davon wissen.

Was häufig vergessen wird bei der Generationenberatung: Die digitale Nachlassregelung. Mit dem Tod enden weder der Facebook-Account, noch die Konten auf anderen Social-Media-Plattformen, noch die Zugänge zu Paypal und Ebay und die E-Mail Konten. Nachrichten und Rechnungen auf E-Mail-Konten gelten als zugestellt. Ärgerlich, wenn man sie nicht öffnen und reagieren kann, unter Umständen gar nicht weiß, dass Forderungen bestehen und bezahlt werden müssen. Wer ein Erbe antritt, ist auch für den digitalen Nachlass verantwortlich. Es gilt das Prinzip der Gesamtrechtsnachfolge. Das bedeutet, dass Erben in alle Rechte und Pflichten des Erblassers eintreten, wenn sie das Erbe annehmen.

Gut beraten ist, wer in seinem Testament oder in seiner Vorsorgevollmacht festlegt, wer sich im Todesfall um die digitalen Accounts kümmern soll. Dazu müssen die Zugangsdaten alle aufgelistet werden mit dem Hinweis, wo die Passwörter hinterlegt sind. Geregelt sein sollte, welche Daten zu löschen sind und welche Online-Verträge und Abos gekündigt werden müssen. Auch eine Anweisung an den Bevollmächtigten, was mit den Daten auf der Hardware, also dem PC, Laptop oder Smartphone geschehen soll, darf nicht fehlen. Eine anspruchsvolle Aufgabe für verantwortungsbewusste Generationenberater.